Feuerwehr Bernhardswinden e.V.
© Feuerwehr Bernhardswinden e.V. 2019

Geschichte der Feuerwehr

Gründung 1899

Am 15.April 1899 wurde durch Bürgermeister Binder im Gasthaus Wenk eine Versammlung zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr einberufen. Nachdem der Bezirksfeuerwehrvertreter Mözer aus Lichtenau, den wesentlichen Inhalt der Satzungen und Dienstvorschriften für die Freiwilligen Feuerwehren des bayerischen Landesfeuerwehrverbandes, sowie die Verfügungen des königlichen Bezirksamtes Ansbach bekannt gab, wurde einstimmig die Gründung einer Feuerwehr beschlossen. Dies geschah jedoch unter Vorbehalt, das die in der Gemeinde Bernhardswinden vorhandenen Spritzen und sonstigen Löschgeräte als ausreichend erachtet werden und mögliche anstehenden Anschaffungen durch ein Darlehen gedeckt werden dürfen. Gründungsmitglieder: Bürgermeister Binder, Meier, Flurer, Barthel, Vogelhuber, Schütz und Dorner.
In einer Versammlung am 3. Mai 1899 traten Georg Fischer, Michael Stöber, Georg Berger, Christoph Eckert, Johann Schwab und Leonhard Arnold bei. An diesem Tag fand auch die Wahl des Verwaltungsrates statt. Gewählt wurden: Vorstand: Metzgermeister Simon Weiß aus Meinhardswinden Kommandant: Bauer Georg Meier aus Dessmansdorf Adjudant: Maurer und Ökonom Georg Fischer aus Kurzendorf Schriftführer und Kassier: Lehrer Flurer aus Bernhardswinden Zeugwart: Maurermeister Michael Klein aus Bernhardswinden Die Wehr wurde in Steiger, Spritzenmänner und Ordnungsmänner eingeteilt. Führer der Steigermannschaft: Gastwirtssohn Friedrich Sichermann aus Bernhardswinden Führer der Spritzenmannschaft: Gütler Johann Fischer aus Kurzendorf Führer der Ordnungsmänner: Bauer Leonhard Arnold aus Dessmansdof Signalisten: Gülterssohn Michael Stöber aus Meinhardswinden und Gütler Leonhard Krummeder aus Kurzendorf Vereinsdiener: Schreinermeister Georg Gerbing aus Bernhardswinden; Aufgaben: Bieten der Mannschaft, Ladung der Verwaltungsratsmitglieder, Einheben der Vereinsbeiträge (der Beitrag wurde auf 10 DM monatlich festgelegt). Weitere Anschaffungen und Ausgaben für die Feuerwehr: Dienstmützen von Kürschnermeister Sprügel in Ansbach für je 1,80 DM Die Ausbildung zum Signalisten musste von der Feuerwehr selbst getragen werden. In der Musikalienhandlung Kinshuber in Ansbach wurden für je 10 DM zwei Trompeten angeschafft. Nur für Steiger und Spritzenmänner wurden angeschafft: 44 Feuerwehrblusen für je 1,15 DM von Schneidermeister Konrad Herrmann aus Kurzendorf und Schneidermeister Adam Klein aus Bernhardswinden 13 Steigerhelme aus Leder für je 4,50 DM 7 Steigergurte aus Hanf mit Karabiner je 7 DM und je 7 ohne Karabiner für 5 DM 7 Steigerleinen mit 2 Karabinern für je 4 DM 14 Spitzbeile für je 3 DM 14 Beiltaschen aus Leder für je 2,20 DM 27 Gurte für Spritzenmannschaft mit Messingschließe für je 1,20 DM 2 Hakenleitern (4 Meter lang) für je 24 DM 2 Schlauchhalterriemen für je 1,50 DM Als Zahlungstermin wurde meist Lorenzi festgelegt. "Meilensteine" der Wehr 1947 wird der Feuerwehr in Bernhardswinden die erste Motorspritze durch die Behörde zugeteilt. Kauf einer gebrauchten Motorspritze für Kurzendorf von der Flughafenfeuerwehr in Nürnberg durch Kommandant Steingruber. Als Kaufpreis wurden 15 Festmeter Holz aus dem Rechtlerwald in Kurzendorf gegeben. 7. Februar 1971: Generalversammlung in Bernhardswinden; Es wurde beschlossen, dass alle Feuerwehrkameraden über 70 Ehrenmitglieder werden. 1972 Planungen der Stadt Ansbach für Bernhardswinden ein Feuerwehrhaus mit Trockenturm zu errichten und ein neues Feuerwehrauto anzuschaffen; für Kurzendorf einen Spritzenanhänger und Löschwasserbehälter. 1974 Einweihung des Feuerwehrhauses mit Trockenturm in Bernhardswinden. 8. Februar 1977: Neubau eines Gerätehauses in Kurzendorf. 2. Februar 1978: Installation der Feuersirene in Bernhardswinden. 15. Februar 1979: Einweihung des neuen Gerätehauses in Meinhardswinden. 10. November 1988: Beschluss über die Eintragung und Annahme der Satzung in das Vereinsregister beim Amtsgericht Ansbach. 23. Februar 1988: Der Verein "Freiwillige Feuerwehr Bernhardswinden e.V." wird ins Vereinsregister eingetragen. Beschluss zum Kauf einer Fahne, anlässlich der 90-Jahr-Feier. Es wird zu Spenden aufgerufen. 23. Juni - 26. Juni 1989: Feier zum 90jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Bernhardswinden mit Fahnenenthüllung. 15. September 1992: Kurzendorf erhält eine neue Motorspritze. 27. - 30. Mai 1999: Feier zum 100jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Bernhardswinden. 2000: Anschaffung eines neuen Tragkraftspritzenfahrzeugs mit einer TS 16/8 Motorspritze für Bernhardswinden. 2006: Gründung einer Jugendfeuerwehr. 2008: Erste Frau tritt von der Jugendfeuerwehr in den aktiven Feuerwehrdienst über. 2014: Anschaffung eines MTWs für Meinhardswinden. 2015: Anschaffung eines gebrauchten TSA von der Feuerwehr Hennenbach für Kurzendorf. 15. April 2019: 120 Jahre Freiwillige Feuerwehr Bernhardswinden. 2019: Übergabe einer Sandsackfüllmaschine durch die Stadt Ansbach. Sie wurde zur Hälfte vom Land Bayern und zur Hälfte von der Stadt Ansbach finanziert. Unsere Wehr heute: Die Feuerwehr Bernhardswinden setzt sich aus den Ortswehren Meinhardswinden, Kurzendorf, Deßmannsdorf und Bernhardswinden zusammen. Die Wehr hat derzeit 47 aktive Mitglieder und 21 Mitglieder der Jugendgruppe. Es finden im Jahr 6 Gesamtübungen, und 4 Gruppenübungen statt. Die Jugendgruppe trifft sich einmal monatlich. Ausrüstung der FFW Bernhardswinden mit den Ortswehren Kurzendorf, Meinhardswinden, Deßmannsdorf: Tragkraftspritzenfahrzeug mit einer 16/8 Motorspritze; Stützpunkt im Feuerwehrhaus Bernhardswinden Manschaftstransportwagen; Stützpunkt im Gerätehaus Meinhardswinden Tragkrafspritzenanhänger; Stützpunkt im Feuerwehrhaus Bernhardswinden Sandsackfüllmaschine „Sand-King“; Stützpunkt im Gerätehaus Kurzendorf Neben den aktiven Einsätzen als Feuerwehr - retten, bergen, schützen, löschen - veranstaltet die Feuerwehr auch zahlreiche Feste und sorgt damit für ein geselliges Vereins- und Gemeindeleben z.B. durch das Maibaum aufstellen, das jährliche Grillfest mit Hähnchen vom Holzkohlegrill, Ausflüge, oder der Teilnahme am Weihnachtsmarkt in Bernhardswinden.
gefördert durch die